10.01.2011
Tanita Segmentkörperanalysewaage BC 601
Obwohl recht teuer machte die Waage nach dem Auspacken einen billigen Eindruck. Klapprig und kippelig. Es ist sogar ein Aufkleber drauf, der vor dem Kippeln warnt. Das konnte ich nach dem ersten Drauf- und wieder Heruntersteigen bestätigen, denn ich wäre beinahe hingeschlagen. Beim mehrmaligen Wiegen kurz hintereinander zeigt mir die Waage auch immer unterschiedliche Gewichtsangaben an und dazu noch stark abweichend von meiner bisherigen Digitalwaage [Waage war defekt. Wurde umgetauscht. Siehe Update unten]. Welche Waage nun das tatsächliche Gewicht anzeigt, weiß ich nicht. Allerdings bekomme ich bei meiner alten Waage immer das gleiche Gewicht angezeigt, wenn ich mich mehrmals wiege. Auch scheint das Gerät für Frauen oder japanische (Made in Japan) Männer konstruiert zu sein. Die Handsensoren sind bei mir gerade noch so passend. Für Männer mit Pranken könnten diese aber vielleicht zu klein sein.
Da die Gewichtsmessung immer unterschiedliche Ergebnisse liefert, variieren auch die Körperfettangaben. Um hier einen Trend ausmachen zu können benötige ich also mehr Messungen. Bisher habe ich mich immer wöchentlich gewogen. Die Körperfettmessung werden ich jetzt aber täglich vornehmen müssen.
Zusätzlich zu Anzeige im Display werden die Daten pro Messvorgang auf einer SD-Karte in einem eigenen CSV-Format gespeichert. Über ein Excel-Makro können die Daten im PC ausgewertet werden. Dazu benötigt man also zwingend einen Kartenleser und Microsoft Excel am PC. Karte am Notebook (mit Kartenleser) auf Festplatte kopieren und die Daten dann am Büro-PC (ohne Kartenleser, aber mit Excel) auswerten geht nicht. Die Software will die Karte haben.
Hatte mir erst überlegt das Ding wieder zurückzuschicken. Aber ich hoffe etwas aussagekräftiges zu bekommen, wenn ich mich so ca. einen Monat lang täglich vermesse. Zu beachten ist auch, dass man immer korrekt auf den Messpunkten steht und die Handsensoren korrekt hält. Auch sollte man immer zur gleichen Tageszeit die Waage benutzen. Laut Handbuch nüchtern, ca. drei Stunden nach dem Aufstehen. Das geht natürlich bei mir nicht, da ich ja ins Büro muss. Also mache ich es immer direkt nach dem Aufstehen.
Ein Vergleich mit den Körperfettwerten der Messung im Fitness-Studio ist nicht genau möglich. Dort stand ich ja mit Sportklamotten auf dem Profigerät und natürlich weder nüchtern (also ohne gegessen oder getrunken zu haben), noch zur gleichen Tageszeit. Trotzdem ganz gut getroffen: 19,4 % Körperfett bei der Messung im Studio, 19,6% glaube ich waren es heute morgen auf meiner Waage. Die Segment-Werte für, Arme, Beine usw. habe ich nicht im Kopf.
Wenn ich mal Zeit habe programmiere ich mir etwas eigenes zum Auswerten der SD-Kartendaten…
Update 21.02.2011
Nach dem Hinweis von Kommentator Stefan von Tanita (siehe unten), habe ich die Waage beim Online-Händler umgetauscht, was auch problemlos möglich war. Die alte, defekte Waage zeigte beim mehrmaligen Wiegen direkt hintereinander stark abweichende Gewichtsangaben an. Zum Beispiel 83.0, 82.2 und 82.1. Die neue Waage habe ich natürlich sofort ausprobiert und war erleichtert. Sie zeigte nach dreimaligem Wiegen immer den gleichen Wert an. Allerdings immer noch stark abweichend von meiner bisherigen Digitalwaage, mit der ich meine Diät begonnen hatte.
Dies wiederrum lag aber an einem dummen Bedienerfehler. Die Waage hat ja ein abnehmbares Bedienteil, in dem auch die Handsensoren für die Körperfettmessung untergebracht sind. Ich habe immer erst das Bedienteil aus der Waage ausgeklinkt und in die Hand genommen und dann die Waage eingeschaltet. Die hat sich dann auf Null kalibriert und somit fehlte bei der Kalibrierung das Gewicht des Bedienteils, welches dann beim Wiegen zu einem höheren Gewicht führte, da es dann ja mitgewogen wurde. Man muss also natürlich erst die Waage einschalten, warten bis Null angezeigt wird, dann erst das Bedienteil ausklinken, es in die Hand nehmen und auf die Waage steigen. So durchgeführt zeigt die Tanita dann auch das gleiche Gewicht an, wie meine alte Digitalwaage.
Die alternative, kostenlose Software, die man sich von der Tanita-Homepage herunterladen kann (siehe Kommentar unten), funktioniert auch.