Gestern hatte ich im Fitnessstudio einen Check-Up. Ich bekam eine Körperfettmessung und ein Trainer schaute über meine Trainingsergebnisse. Eigentlich sollte dies das erste Mal nach sechs Wochen stattfinden, aber keiner kam damals auf mich zu. Jetzt sind knapp drei Monate vergangen und da habe ich mich mal gemeldet.
Besonders die Körperfettmessung ist für mich interessant. Leider habe ich jetzt aber keine Vergleichsdaten und so kann ich erst wieder bei der nächsten Messung sehen, ob und wie viel Fett ich abgebaut habe.
Die Geräte des Milon Zirkels speichern die Trainingsdaten auf eine Chipkarte. Nach dem Training kann ich mir auch meine Ergebnisse als PDF-Bericht per E-Mail zusenden lassen. Habe ich aber nur am Anfang einmal gemacht, da ich damit nichts anfangen konnte. Ich hoffte, der Trainer könnte etwas herauslesen, aber dieser war wohl mit diesen speziellen Auswertungen auch nicht so vertraut. In der Auswertung stehen nämlich nur Summen pro Gerät und Training:

In dem Beispiel oben habe ich also 1015kg mit 35 Wiederholungen erzielt. Dies hat der Trainer nun mit den Werten aus dem aktuellen Bericht verglichen, 896kg mit 28 Wiederholungen, und war ganz enttäuscht, dass ich mich ja gar nicht gesteigert hätte. Ich meinte dann, dass ich schon die Gewichtseinstellung am Gerät erhöht, aber dann nicht so viele Wiederholungen geschafft habe. Er meinte das Gesamtgewicht müsste trotzdem steigen.Tja, was soll ich dazu sagen. Das ist halt falsch und deswegen finde ich diese Berichte auch nicht besonders aussagekräftig.
Teilt man Gewicht durch Wiederholungen erhält man das am Gerät eingestellte Gewicht pro Wiederholung. Also am Anfang 1015/35=29kg und letztens 896/28=32kg. Und siehe da. Ich habe das Gerät drei Kilo höher eingestellt. Im Zirkel wird aber nach Zeit trainiert. Eine Minute pro Gerät. Erhöhe ich das Gewicht, schaffe ich in der Zeit weniger Wiederholungen. Außerdem kann man mal einen schlechten Tag haben und auch deshalb mal mehr mal weniger Wiederholungen in der Minute schaffen. Die Anzahl der Wiederholungen ist in dem zeitgesteuerten Zirkel halt nicht konstant, so wie bei den normalen Trainingsmaschinen. Dort macht man immer zum Beispiel 10 Wiederholungen mit 30kg und das drei Mal (3 Sätze). Erhöhe ich auf 31kg, mache ich trotzdem 3×10 Wiederholungen, auch wenn es länger dauern sollte.
Des Weiteren gehen aus den Berichten nicht die Gewichte der Negativbewegung hervor. Um bei dem Bauchtrainer zu bleiben: Bei der Bewegung nach vorne drücke ich 32kg, bei der Bewegung zurück mehr. Im Moment +10, also dann 42kg, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Am Anfang war das auf +5 oder so eingestellt. Hier leiste ich also schon mehr, als am Anfang. Trotzdem sagt mir der Bericht und der Trainer mit den Angaben 1015 zu 896, dass ich jetzt weniger leisten würde.
Dazu müsste ein Trainer meiner Meinung nach auch noch berücksichtigen wie man die Übung durchführt. Am Anfang habe ich das so gemacht, wie alle Anfänger: Vorwärtsbewegung zu schnell, die Rückwärtsbewegung (mit mehr Gewicht) noch schneller. Einige drücken bei der Rückwärtsbewegung gar nicht mehr dagegen und lassen sich und das Gerät einfach zurückfallen. Ich erinnere mich an “Experten” an der Bein-Maschine, die ein großes Gewicht eingestellt hatten, dann mit Schwung dieses nach oben gewuchtet haben bis das Gerät anschlug (inkl. Schlag ins Kniegelenk) und dann das Gewicht fallen gelassen haben, bis zum Anschlag unten. Dann wurde abgesetzt, um neu Schwung zu holen. Also Kraft wurde durch Schwung ersetzt. So erzeugt man viel Gewicht und eine hohe Wiederholungszahl und damit ein nettes Gesamtgewicht in dem Bericht. So kann ich auch schnell steigern. Bringt mir aber nix, außer Muskelkater, kaputter Gelenke oder schlimmeres. Die Geräte haben ja einen Balken für die Geschwindigkeit im Display. Ich achte jetzt immer darauf, dass ich bei der Vorwärtsbewegung nicht zu schnell bin, oben nur leicht oder gar nicht und ohne Schwung an dem Anschlag anticke, die Rückwärtsbewegung (mit mehr Gewicht) noch langsamer durchführe und unten nicht absetze und somit auch keinen Schwung hole für die nächste Wiederholung. Das bedeutet am Anfang habe ich mehr Wiederholungen gemacht, aber jetzt sind die Übungen effizienter und schonender.
Um es kurz zu machen: Das Gespräch mit dem Trainer fand ich recht überflüssig und ich habe mich ein bisschen geärgert, denn das Studio ist recht teuer und rechnet auch noch eine halbjährige Servicegebühr ab. Aber na ja, bisher war dies aber auch das einzig Negative.
